Das Schul-Windrad

Projektstatus

aktiv

Start

2014

Ausgangssituation

Erneuerbare Energien sind die Zukunft der Energieversorgung. Bereits in der Schulbildung ist es deshalb wichtig, den Kindern und Jugendlichen erneuerbare Energien zu vermitteln.

Erfolge

Auf dem Schulhof der Grund- und Mittelschule Bechhofen konnte eine Windkraftanlage aufgebaut werden. Dabei wurde über das Schuljahr hinweg Wissen zum Thema erneuerbare Energien vermittelt. Das Windrad stellt Energie für eine Pumpe und ein Beleuchtungssystem auf dem Schulhof bereit. 

Was ist eigentlich erneuerbare Energie und wie entsteht sie?

Auf diese Fragen vieler Heranwachsender antwortete die BayWa Stiftung mit einem einzigartigen Bildungsprojekt an der Grund- und Mittelschule Bechhofen im Landkreis Ansbach. In dem Pilotprojekt der BayWa Stiftung fanden Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse der Grund- und Mittelschule Bechhofen selbst heraus, was sich hinter dem Begriff „erneuerbare Energie“ verbirgt. Unter Anleitung von Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Auszubildenden des örtlichen Kunststoffverarbeitungs-Unternehmens entstand hier die erste von Schülern gebaute Kleinwindkraftanlage in Bayern. Sie wurde nach Expertenplänen erstellt und mit Blick auf lokale Bedingungen optimiert.

Viel Arbeit und Mühe steckten in dem eigenen Windrad, jede Menge Einsatz, auch über den Unterricht hinaus. Kein Wunder also, dass der Tag der Eröffnung mit Spannung erwartet wurde: Klappt alles, werden die Arbeiten rechtzeitig fertig, funktioniert die Technik – und wie wird es aussehen, das erste Windrad an einer bayerischen Schule?

Der Tag der Wahrheit: Funktioniert die Windkraftanlage?

Es ist der 7. Juli 2015: Heute geht die Anlage an den Start. Die Schüler erledigen am Vormittag letzte Arbeiten im Werkraum. Dann beginnen die Feierlichkeiten zur Inbetriebnahme: Nach der Begrüßung der geladenen Gäste durch den Schulleiter errichten die Schüler mit vereinten Kräften den Mast des Windrades. Gondel und Technik werden mithilfe zweier Kranwagen aufwendig installiert. Dann geht die Kleinwindkraftanlage nebst Anzeigetafel im Schulgebäude in Betrieb – mit Erfolg!

Die selbst erzeugte Windenergie wird in Batterien gespeichert. So hat die Schule genug Energie für eine Pumpe und ein Beleuchtungssystem. 

 

 

 

Berichte der Schüler

Spulen – Nico und Michelle

Wir haben uns mit dem Zusammenbau der Spule beschäftigt. Uns wurde erklärt, dass man neun Spulen für die Zusammensetzung des Windrades braucht. Diese müssen 90 Wicklungen haben, die den Strom leiten. Zudem ist es wichtig, dass alle neun Spulen ungefähr das gleiche Gewicht haben. Nachdem uns die wichtigsten Sachen erklärt wurden, durften wir selbst ans Werk. Das Wickeln erfordert Fingerspitzengefühl und muss genau ausgeführt werden.

Solarzelle - Paul und Adrian

Wir haben uns die Solarzelle genauer angeschaut, dafür war ein extra Raum vorhanden. Leider durften wir keine Bilder von den Solarzellen machen. Die Solarzelle kann verschiedene Farben haben, die Farben werden aus Pflanzen hergestellt. Die Solarzelle darf nicht bewegt werden, da sonst das Experiment behindert wird. Eine Zelle hat viele einzelne Solarkästchen, unsere ist 20 x 20 cm² groß. Wir lernten, wie man die Hitze und das Licht der Solarzelle misst und wie sie gefärbt werden.

 

 

Technikunterricht Gina Drowowitz und Sabrina Steigauf

Zuerst wurde geplant, wie der Flügel später einmal aussehen soll. Wir haben den Flügel skizziert und die Maße berechnet. Als das Holz für den Flügel ankam, haben wir es auf eine Stärke von 5 cm abgehobelt, danach haben wir die Grundmaße und die Form des Flügels aufgezeichnet. Als Nächstes wurden die Schräge des Flügels markiert und verschiedene Punkte, wie weit man hineinsägen muss. Nach dem Einsägen wurde das überschüssige Holz weggestemmt. Herr Leitel hat dann mit einer elektrischen Hobelmaschine das Ganze plan gehobelt. Mit dem Schwingschleifer haben wir dann alles sauber und glatt abgeschliffen. Diese Arbeitsschritte führten wir an allen sechs Flügeln durch.

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