Milky Way - Das Universum der Milchproduktion

Kommt die Milch aus dem Kühlregal?!

 

Nein! 

 

Die Milch kommt nicht aus dem Kühlregal!

Die Milch wächst auch nicht im Tetrapack!

Und nein, es gibt auch keine lila Kühe!

 

Das Kühlregal ist nur der Ort wo sie für den Verbraucher, also uns, gelagert und verkauft wird. 

 

Aber was genau ist Milch?

Wenn deine Eltern sagen, dass sie noch Milch kaufen müssen, sprechen sie in der Regel von der klassischen Kuhmilch. 

Es gibt aber auch noch andere Tiere, die für den Lebensmittelgebrauch Milch produzieren. Kommst du drauf, welche Tiere das sein könnten? ...

 

... Genau, dazu zählen:

  • Ziegenmilch
  • Schafsmilch
  • Büffelmilch
  • Kamelmilch
  • Stutenmilch

Ist Milch zum Trinken da?

Nicht nur!

Milch ist die Basis für verschiedenste Milchprodukte z.B. für Käse oder Joghurt?

Wie das geht?! Käse ist doch hart und Milch ist flüssig?

Das ist ganz einfach... Hast du schon mal an Milch gerochen, die nicht mehr gut war und sauer geworden ist? Wer diese Entdeckung bereits gemacht hat, weiß, dass das nicht gut riecht und hat bestimmt beobachtet, dass die Milch dann anfängt zu gerinnen. 

Das Prinzip der Käse- und Joghurtherstellung ist genau dasselbe. Wenn Milch sauer wird, trennen sich die festen Bestandteile (Eiweiß, Fett, Milchzucker und Mineralstoffe) von der flüssigen Molke. Für die Herstellung von Käse wird dieses Prinzip beschleunigt. Durch das Legen in eine Salzlake und das Reifenlassen verändert der Käse dann noch seinen Geschmack. 

Wie viel Milch ist drin?

Aus was besteht Milch?

Generell können die einzelnen Anteile der Inhaltsstoffe immer etwas abweichen. Wie bereits erwähnt, übt die Art der Milch (z.B. Kuhmilch, Ziegenmilch, Schafsmilch, ...) einen großen Einfluss aus. Außerdem variiert der Fettanteil der Milch in Abhängigkeit von dem Futter, das die Tiere bekommen. 

 

Kennt ihr eigentlich schon unsere Ernährungshelden? Sie würden euch gerne noch etwas zu den anderen Inhaltsstoffen erzählen:

Vitamine und Mineralstoffe mit Heidi Himbeere und ihren Freundinnen

Fett, Eiweiß und Wasser mit Olli Olive, Elsa Eiweiß und Walter von Wasser

Hier geht´s zu Heidis Blog über Vitamine

Hier geht´s zu Ollis Blog über Fette

Hier geht´s zu Elsas Blog über Eiweiß

Milky-Way - Der Weg vom Euter ins Kühlregal

  • Futter: Kühe bekommen hauptsächlich Grassilage (konserviertes Gras) und Maissilage (konservierter Mais), Getreideschrot und Eiweißfutter zu fressen.
  • Milchproduktion: Das Futter wird verdaut und die gewonnenen Nährstoffe dienen zur Milchproduktion im Euter.
  • Melken: Die Milch wird gemolken und in einem Kühltank zwischengelagert.
  • Molkerei: Die Rohmilch wird von einem Tanksammelwagen abgeholt und zur Molkerei gebracht.
  • Pasteurisierung & Homogenisierung: Die Milch wird pasteurisiert und dabei auf 75 °C erhitzt, um Bakterien abzutöten. Danach wird die Milch homogenisiert. Dabei wird das Fett in feine Kügelchen zerkleinert. Die Milch schmeckt dadurch vollmundiger.
  • Abfüllung: Nun kann die Milch z.B. in Flaschen abgefüllt werden.
  • Supermarkt: Die verpackte Milch wird in die Supermärkte geliefert. Dort können wir sie dann kaufen.

Das Leben einer Kuh

Wann spricht man überhaupt von einer "Kuh"?

Den Begriff „Kalb“ hat bestimmt jeder von euch schon einmal gehört. Richtig! So nennt man das Baby einer Kuh. Doch was ist eine Färse??

Eine Färse wird eine weibliche „Teenagerkuh“ genannt. Erst wenn eine Kuh zum ersten mal selbst ein Kalb bekommt, wird die Kuh auch wirklich Kuh genannt.

Doch wie genau läuft das Leben einer Kuh ab?

Das Kalb wird geboren:

Beginnen wir ganz am Anfang. In den ersten Stunden nach der Geburt ist das Kalb bei der Mutter und kann direkt am Euter die Muttermilch trinken. Diese ist sehr reichhaltig an Nährstoffen und vor allem zur Stärkung der Abwehrkräfte des Kalbs besonders wichtig.

Ziemlich bald bekommt jedes Kälbchen dann eine Ohrmarke. Das könnt ihr euch wie eure Ohrlöcher bzw. Ohrstecker vorstellen. Auf diese Ohrmarken stehen Nummern. Sie ermöglichen, dass Herkunft und Lebenslauf von der Geburt bis zur Schlachtung bzw. Ladentheke lückenlos nachvollzogen werden können. Zu der Ohrmarke erhält jedes Rind auch einen Rinder-Pass, in dem die gleiche Nummer steht. Das ist also der „Personalausweis“ fürs Rind.

Der Kälber-Kindergarten:

10 bis 14 Tagen nach der Geburt dürfen die Kälber in den Kälber-Kindergarten. Ab jetzt werden sie in Gruppen gemeinsam mit gleichaltrigen gehalten. Langsam bekommen sie außer Milch auch noch Raufutter, damit sich ihr Pansen (einer der vier Rindermägen) entwickeln kann. Meistens findet die Haltung auf Stroh statt, manchmal dürfen sie aber auch schon raus.

Der Weg zur Milchkuh:

Mit 18 Monaten ist ein Jungtier geschlechtsreif. Ab dann können sie Kälber bekommen.

Eine Kuh ist 9 Monate trächtig (= schwanger). Die Schwangerschaft bei Menschen dauert übrigens genauso lange. Diese Zeit verbringen die Tiere, wenn möglich, im Frühjahr und Sommer auf der Weide oder in großen Laufställen mit oder ohne Stroh. Kurz vor der Kalbung (= Entbindung) kommt die Kuh in einen abgetrennten Stall mit viel Stroh.

Traumjob – Milchkuh:

Nach der Geburt des ersten Kalbes gibt die Kuh das erste Mal Milch. Hier ist eine Kuh in der Regel 2,5 Jahre alt. Zu Beginn gibt die Kuh noch nicht so viel Milch, mit ca. 3 Monaten erreicht sie dann den Höhepunkt der Milchproduktion. Danach nimmt sie langsam wieder ab. Die Kuh kann jetzt für ungefähr 300 Tage gemolken werden.

Dann darf die Kuh in ihren wohlverdienten Urlaub.

Nach diesen 300 Tagen hat die Kuh noch ca. 6 – 8 Wochen Urlaub und kann sich erholen, bis es dann mit der nächsten Abkalbung wieder von vorne beginnt.

"Kuhle" Fakten

  • Wie viel Liter Milch gibt eine Kuh pro Tag?

  • Wie viel Liter Wasser trinken Kühe?

  • Wie viel fressen Kühe?

  • Kühe haben vier Mägen

Home Sweet Home – Im Milchviehstall zu Hause

Hast du schon einmal eine Kuh in einem Bett gesehen? Nicht?! Na dann wird’s aber höchste Zeit.

Auch eine Kuh hat nämlich ein bequemes, kuscheliges Bett. Damit eine Kuh Milch produzieren kann, muss sie sich richtig wohl fühlen. Was sie dafür braucht?

  • eine Wohlfühltemperatur von ca. 10 °C (wenn es zu warm wird, leidet die Kuh unter Hitzestress)
  • genügend Zeit zum liegen und entspannen (ca. 12 - 14 Stunden pro Tag)
  • ein bequemer, gepolsterter und großer Liegeplatz
  • genug Platz, damit sie sich frei bewegen können 
  • und natürlich ein paar Massagegeräte wie z.B. Bürsten

Glücklicherweise werden neue Ställe immer so konzipiert, dass sie all diese Ansprüche erfüllen.

 

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