Projektstatus

abgeschlossen

Start

2003

Ausgangssituation:

Starke Regenfälle zerstörten einen Großteil der Maisernte der Landwirtschaftssaison 2003/2004. Da Mais das Grundnahrungsmittel der Malawier ist, litt das Land unter Hunger.

Erfolge:

Alternative Kulturpflanzen mussten her: Die BayWa Stiftung bildete deshalb gemeinsam mit World Vision Malawi 130 Landwirte zu Saatgutvermehrern für Sorghum, Hirse, Süßkartoffeln und Maniok aus. Durch die Umstellung auf andere Kulturarten sollte die Nahrungssicherheit langfristig hergestellt werden.

Vermehrung von Saatgut in Malawi

In der Landwirtschaftssaison 2003/2004 litt das Land Malawi unter unregelmäßigen Regenfällen, die die Anbaumöglichkeiten von Mais – dem Grundnahrungsmittel der Malawier stark verringerte und somit die Ernährungssicherheit gefährdete.


Heißes Klima erschwert Ackerbau

Das Klima in der Projektregion Kunyinda ist sehr heiß und trocken mit Höchsttemperaturen um 42° C und einem durchschnittlichen Jahresniederschlag zwischen 800 und 1000 Millimetern. Viele Ackerkulturen können in diesem Klima kaum angebaut werden, was zu der niedrigen Ertragsrate beigetragen hat. Die unmittelbaren Folgen sind Mangelernährung, vor allem bei Kindern unter fünf Jahren und bei schwangeren und stillenden Frauen.

Nahrungssicherheit durch neue Kulturen

Was können die Landwirte außer Mais anbauen, so dass die Versorgung mit Nahrung wieder hergestellt ist? Diese Frage stellte sich die BayWa Stiftung in Zusammenarbeit mit World Vision Malawi. In einem Regional-Entwicklungsprogramm sollte die Nahrungssicherheit von 3000 Familien in Kunyinda bis 2013 durch Umstellung auf andere Kulturarten hergestellt werden.

Sorghum, Hirse, Süßkartoffeln und Maniok

Sorghum und Hirse erwiesen sich als sehr geeignet für den Anbau in Gebieten mit hohen Temperaturen und wenig Niederschlag. Die Einwohner von Kunyinda nutzen die beiden Kulturarten bereits in geringem Umfang für den Eigenkonsum. Zusätzlich werden Süßkartoffeln und Maniok einbezogen, um die Nahrungsmittelknappheit in den Familien zu verringern. Die Vorbehalte gegen die noch ungewohnten Nahrungsmittel sollen dabei abgebaut und die Ernährungsgewohnheiten langfristig umgestellt werden. Beispielsweise werden auf Kreditbasis Öfen und Brotzutaten verteilt, damit die neu erlernten Fähigkeiten in der Verarbeitung der Kulturarten gleich angewandt werden können.

Ausbildung der malawischen Landwirte

Für die Saatgutvermehrung wurden 130 Farmer als Saatgutvermehrer ausgebildet.
Die Ausbildungsinhalte umfassten:


• die Vermehrung von Saatgut
• Fortschrittskontrolle
• Qualitätssicherung
• Saatgutzertifizierung
• Marketing
• Organisierung der Bauern


Zusätzlich wurden Beratungsleistungen während des Saatgutanbaus angeboten. Die Farmer erhalten durch die Ausbildung alle Fähigkeiten, um die anfallenden Tätigkeiten allein durchführen zu können.

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